Darmreinigung durch richtige Ernährung

Unsere Ernährung ist die beste Möglichkeit auf die Zusammensetzung unserer Darmbakterien Einfluss zu nehmen und den Darm wieder zu gesunden. Früchte und Gemüse, welche einen hohen Nahrungsfaseranteil besitzen dienen als prebiotisches Futter für unsere nützlichen Darmbakterien. Eiweisse wie Fleisch von Weidetieren, Fisch aus klaren Gewässern, biologische Eier und naturbelassene, oder fermentierte biologische Milchprodukte dienen als wichtige Bausteine für die Sanierung des Darmes. Ebenso vital sind gute mittelkettige Fette und Omega 3 Fettsäuren, welche unter anderem reichhaltig in Nüssen und Samen vorkommen. Fermentierte Getränke und Gemüse sollten regelmässig auf unserem Speiseplan stehen.

 

Kohlenhydrate und Zucker füttern pathogene, krankmachende Bakterien und können zudem Krebs einen günstigen Nährboden bereiten. Unser meist krankes Mikrobiom ist Ausdruck unseres westlichen, schnellebigen Lebensstils, mit einem hohen Zucker und Kohlenhydratanteil. Dieser fördert zusätzlich die durchlässigkeit unserer Darmwand (Leaky Gut), womit Gifte über das Blut in unser Gehirn und andere Organe gelangen und dort ihr Unwesen treiben.

Kefir & Co fermentierte Nahrungsmittel

Wer einen Blick in die alten Kulturen wirft, erkennt schnell, dass sich unsere Vorfahren durch den Konsum von fermentierter Milch, Gemüse, Getränken, Fisch und Fleisch gesund und vital erhielten. In Osteuropa kennt man den Kefir, in Deutschland das Sauerkraut, in Japan das Miso und in Korea das Kimchi - um nur einige zu nennen.

Yogurth

Wenn man mit dem Konsum von fermentierter Milch starten will, tut man gut daran, mit selbst fermentiertem Joghurt zu starten. Erhöhen sie die Dosis langsam, da Milchsäurebakterien anfänglich eine Heilreaktion auslösen können. Zum Herstellen von Joghurt gibt es Joghurtstarter und Joghurtzubereiter im Internet zu kaufen. Finden sie selbst heraus, welche Methode ihnen am besten zusagt. Ein heilsamer Joghurt wird länger fermentiert als herkömmlich angegeben, somit wird die Laktose fast komplett abgebaut und auch laktoseintolerante Menschen können diesen vertragen. Dafür wird der Joghurt saurer und weniger schmackhaft. Am besten verwenden sie Rohmilch, wobei man aufgrund der Eigenbakterien der Rohmilch den Fermentations-prozess weniger gut kontrollieren können. Wer jedoch einen perfekten, schmackhaften Joghurt möchte, verwendet erhitzte Milch und fermentiert nur ca. 4 Std.

Kefir

In der nächsten Phase kann man mit dem Zubereiten von Kefir starten. Kefir ist leichter herzustellen, da dieser bei Raumtemperatur gedeiht. Kefirbakterien sind jedoch stärker als Joghurtbakterien und sind bekannt für die Heilung von Laktoseintoleranz. Es gibt zwei Möglichkeiten Kefir herzustellen. Entweder entnimmt man einem industriell hergestellten Kefir zwei Esslöffel Kefir und vermischt diesen mit der Naturmilch. Dann lässt man diese Mischung verschlossen bei Raumtemperatur 24-36 Std. stehen bis er bereit ist zum Verzehr. Je länger der Prozess, um so dickflüssiger und saurer wird der Kefir. Wenn man jedoch einen heilkräftigen Kefir produzieren möchte, besorgt man sich Milchkefirknollen. Diese vermischt man mit der Naturmilch und lässt sie ebenfalls 24-36 Std. bei Raumtemperatur stehen. Der Kefir wird anschliessend durch ein Plastiksieb abgegossen und die Kefirknollen mit kaltem Wasser für die nächste Verwendung abgespült.