DR. NATASHA CAMPBELL-MCBRIDE

AUTHOR VON GAPS - WIE DARM UND PSYCHE SICH BEEINFLUSSEN

Ein gut funktionierender Darm mit einer gesunden Darmflora bewahrt die Wurzeln unserer Gesundheit.

Warum ein intakter Darm so wichtig ist für unsere Gesundheit | darmheilung.ch

Weltweit werden Millionen in ein aufregendes, neues Forschungsgebiet investiert: das Mikrobiom und seine Mikrobiota. Dadurch erhalten nun von Naturheilpraktikern schon länger angewandte Prinzipien, wissenschaftliche Anerkennung und ein tieferes Verständnis. Wir reden nun nicht mehr bloss von Darmsanierung, sondern von einer grundledenden Stärkung des Immunsystems und des neurologischen Formenkreises. Hunderte von Studien schiessen aus dem Boden und haben eine Botschaft gemeinsam:

Ein gut funktionierender Darm mit einer gesunden Darmflora bewahrt die Wurzeln unserer Gesundheit. Und genau wie ein Baum mit kranken Wurzeln nicht gedeihen kann, so kann sich auch der übrige Körper ohne ein gut arbeitendes Verdauungssystem nicht wirklich gut entwickeln. Hirnleistungsstörungen wie Autismus, ADHS und Demenz  sind stark am Zunehmen und treten immer früher auf. Doch eine medizinische Revolution wurde in Gang gesetzt, um dieses Problem zu lösen: Erstaunliche, neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Gesundheit unseres Hirns in einem ausserordentlichen Masse vom Zustand unseres Mikrobioms abhängt.

Lange Zeit wurde angenommen, dass die Gene in unseren Zellen über Gesundheit oder Krankheit des menschlichen Körpers bestimmen. Inzwischen wurde herausgefunden, dass auch Bakterien als Einzeller eigene Gene bestitzen, welche ebenfalls Teil unseres Genmaterials sind. Das gute daran ist, dass sich diese Bakterien Gene durch unseren Lebensstil beeinflussen lassen.  Und das Allerbeste: Wir besitzen huntert mal mehr Gene aus unseren Bakterien, welche veränderbar sind,  als aus unseren Zellen. Somit können wir den Zustand unserer Gesundheit in den allermeisten Fällen direkt beeinflussen und sind keine Opfer unserer Gene mehr.

Hirn Gesundheit und Ernährung

Der Arzt und Autor David Perlmutter spricht in seinen aktuellen Büchern 'Dumm wie Brot' und 'Brain Maker' über den Zusammenhang zwischen einem schlecht funktionierenden Verdauungssystem (Mikrobiom) und unserem Hirn. Über die Ernährung und positive Gedanken können wir den Zustand unseres Darmes verbessern und somit auch Krankheiten wie Autismus, ADHS, Parkinson, Demenz, Diabetes, Epilepsie und MS vorbeugen, lindern oder gar heilen.

Darmbakterien aufbauen

Wir werden bei der Geburt mit einem gewissen Set an Darmbakterien imprägniert, welche die Grundlage unseres Mikrobioms bilden. Die jewilige Umgebung und Bakterien der Famililengemeinschaft wirken sich stark auf die heranwachsende Darmflora aus. Je natürlicher die Umgebung, in welcher ein Kind aufwächst, desto vielfältiger kann sich die Darmflora aufbauen. Im Verlauf eines Lebens kann die Vielfalt und Anzahl der Bakterien durch Antibiotika, Antibabypille, einseitige Ernährung, Stress und übermässige Hygiene wieder reduziert werden. In unserer heutigen Zivilisation kann dies leicht geschehen und ist in westlichen Ländern weit verbreitet. Dennoch kann die Darmflora durch eine gezielte Ernährungsumstellung, Probiotikas und Stressreduktion wieder gezielt aufgebaut und der Darm saniert werden.

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